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JHV 2014

JHV 2014

Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Marbach e. V. am 25. April 2014
Auch im 50. Jubiläumsjahr stand am letzten Freitag im April wieder die alljährliche Jahreshauptversammlung des Bürgervereins an. Anlässlich der im vergangen Herbst auch in Marbach erfolgten Kellereinbrüche hatte der Bürgerverein Kriminalhauptkommissar Claus-Dieter Jacobi eingeladen. Als kriminalpolizeilicher Berater für den hiesigen Landkreis hatte Herr Jacobi sowohl einen Überblick über die gute Sicherheitslage sowohl im Land als auch besonders im hiesigen Kreisgebiet, als auch interessante und gute Tipps, was noch alles für die eigene Sicherheit möglich ist. Dabei wurde auch so manche falsche Vorstellung ausgeräumt. Bei 100.000 Wohneinheiten im Kreisgebiet erfolgen ca. 200 Einbrüche im Jahr, wobei die meisten durch Ausnutzung einer Tatgelegenheit geschehen. Diese bieten sich vor allem, wenn die Abwesenheit der Hausbewohner erkennbar ist und sich auf ein Klingeln keiner meldet. Daher sollte regelmäßig auf ein Läuten der Türglocke reagiert werden. Nicht jedoch sollten Unbekannte oder eventuelle Vertreter in die Wohnung hereingelassen werden. Solche Kontaktversuche wie auch Werbe- oder Schockanrufe sollte man sofort ohne Gespräch beenden. Um den Zutritt zum Haus zu verhindern gibt es entsprechende Sicherheitsprodukte, die allerdings immer zertifiziert sein sollten. Entsprechende Unterlagen können bei Herrn Jacobi im Rahmen eines individuellen Beratungsgesprächs bezogen werden, ebenso Listen von Handwerken, die solche Produkte einbauen.
Nützlich sind zum Schutz vor Einbrüchen, die in der Regel durch das Aufhebeln von Fenstern an der straßenabgewandten Seite eines Hauses mit einem Schraubendreher erfolgen, Fenstergetriebe mit sogenannten Pilzköpfen. Steht ein Austausch von Fenstern und oder Türen an, sollte vorher die kostenlose Beratung von Herrn Jacobi in Anspruch genommen werden. Auch bei neueren Fenstern kann das Getriebe in der Regel durch die entsprechenden Fachbetriebe ausgetauscht werden. Schutz bieten auch selbst-verriegelnde Schlösser. Hier wie auch sonst sind Schlüssel bei Vertrauenspersonen eine nützliche Hilfe. Diese können auch Anzeichen der Abwesenheit wie gefüllte Briefkästen und geschlossene Rollos vermeiden helfen und im Notfall auch Rettungskräften zur Verfügung gestellt werden. Rettungskräfte werden jedoch im Notfall regelmäßig auch solche „Hindernisse“ überwinden, weshalb dies kein Hinderungsgrund für den Einbau der entsprechenden Sicherheitstechnik sein sollte.
Insgesamt zeigte der rege Dialog zwischen Herrn Jacobi und den anwesenden Gästen und Mitgliedern, dass wir mit dem Vortragsthema eine gute Wahl getroffen hatten. Dabei konnten wir nach der inzwischen aufgeklärten Serie von Kellereinbrüchen erfahren, dass wir auch in unserem schönen Marbach durch unsere eigene Wachsamkeit recht sicher leben können. Wer noch mehr dafür tun will, ohne sich selber zu gefährden, sollte das hervorragende Beratungsangebot von Herrn Jacobi nutzen und ihn kontaktieren: Telefon 06421 / 406123
Nachdem die Erschienenen der Verstorbenen Mitglieder mit einer Schweigeminute gedacht hatten legten Marian Zachow als 1. Vorsitzender und Karl-Heinz Schaub als Kassierer Rechenschaft für den Vorstand ab. Unter den Witterungsbedingungen gelitten hatten das Kartoffelfeuer und dorthin geplante Kinderrallye, die mangels Teilnehmern ganz ausfiel, sowie der historische Grenzgang mit einem weiteren Teilnehmer. Letztlich wurde das Kartoffelfeuer immerhin nachdem es wieder trocken wurde auch noch angenommen, wenn auch nicht so stark wie in den Vorjahren, was sich auch bei den Einnahmen bemerkbar machte. Diese wirken sich weitaus gravierender aus, soweit es um das Weinfest geht. Dieses stand aus finanziellen Gründen schon ganz zur Disposition, so jedoch nach der Pause in diesem Jahr als Stadtteilfest erhalten bleiben. Beim diesjährigen Jubiläumsfest soll auch als Test ein Eintritt erhoben werden, in dem das Essen bereits enthalten ist. Einerseits in finanzieller Hinsicht unverzichtbar wegen der Mieteinnahmen ist auch die Marbacher Hütte ein Sorgenkind geworden, da dort die Sickergrube ausgetauscht werden muss, für die der Verein zwingend auf (städtische) Zuschüsse angewiesen ist, andererseits nach wie vor die Frage schwelt, ob hier nicht doch ein Wasseranschluss wünschenswert wäre. Nachdem der Hang am Unteren Eichweg im vergangenen Jahr an die Stadt zur weiteren Pflege zurückübertragen wurde, wird der Bürgerverein nach Lösung der Probleme an der Hütte auch wieder eine neue Fläche im Ort verschönern. Die Stadt hat insoweit bereits ein Angebot gemacht über das wir in den kommenden Monaten beraten werden. Erfolgreich, wenn auch ziemlich heiß, war unsere Vereinsfahrt mit dem Hessenticket zum Hessentag in Kassel. Dieses Jahr werden wir die gerade eröffnete Landesgartenschau in Gießen auf dieselbe Art ansteuern. Auch das 50. Jubiläumsjahr haben wir schon gebührend begonnen und konnten am 31. Januar mit unserer von der Sparkasse unterstützten Glühweinbegegnung auch das Interesse für unseren Verein wecken. Andererseits mussten wir mit dem Ausscheiden des 2. Vorsitzenden auch schon einen Rückschlag in diesem Jahr beklagen.
Die von Kassenprüferin Brigitte Dannenfeld, die jedoch auch bei Ausgaben für den Verein Originalbelege wünscht, gelobte ordentliche Kassenführung durch Karl-Heinz Schaub hatte im vergangenen Jahr ein kleines Minus von knapp 20 € zum Ergebnis, wobei der Hauptausgabeposten die Marbacher Nachrichten sind, die durch die Anzeigen und einen Zuschuss des Ortsbeirats aber auch wieder erhebliche Einnahmen generieren. Für die schon angesprochene Sickergrube an der Marbacher Hütte liegt derzeit ein Angebot über 6000 € vor. Durch die Auflösung der Barkasse und die Umwandlung des Festgeldes in zinsgünstigeres Tagesgeld besteht Klarheit über die Finanzlage des Vereins.
Eine Nachwahl eines neuen 2. Vorsitzenden nach Entlastung des Vorstandes konnte mangels Kandidaten nicht erfolgen, insoweit sind alle Mitglieder aufgerufen Vorschläge zu machen oder Ihre Bereitschaft für die im nächsten Jahr anstehenden Vorstandswahlen zu erklären. Als Rechnungsprüfer fungieren für dieses Jahr noch einmal Brigitte Dannenfeld und Renate Kampmann.
Nachdem dieses Thema lange Zeit geruht hat, sollen nun in diesen Jahr auf dem Jubiläumsfest auch Ehrungen ein Thema sein. Es werden sowohl für die langjährige Mitgliedschaft goldene und silberne Ehrennadeln verliehen, als auch besondere Verdienste um den Verein gewürdigt. Dazu folgte die Versammlung dem Vorschlag des Vorstandes und wählte Dorit und Heinz Muth, Hubert Kampmann, Renate Lingelbach, Anneliese Rumpf sowie Hans-Jürgen Theiß wegen ihrer Verdienste um den Verein zu Ehrenmitgliedern.
Genauere Informationen zur Fahrt zur Landesgartenschau wird es auf dem Jubiläumsfest und in den nächsten Marbacher Nachrichten geben. Angeregt wurde als Treffpunkt für Alt- und Neubürger eine Sektbar beim Jubiläumsfest, wie sie bei dem früheren Asternfest sehr beliebt war und ein Informationsflyer über den Bürgerverein zur Mitgliederwerbung untern Neubürgern.

Michael Lachmann
(Schriftführer)

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